Donnerstag 18:15, 27. September 2018

Transdisziplinarität – ein Elend, Segen, beides?

Podiumsdiskussion unter Leitung von Hartmut von Sass

Transdisziplinarität ist so umstritten wie erforderlich. Dieser Spannung soll anhand von drei zugespitzen Thesen nachgegangen werden.

1) Transdisziplinarität gibt es überhaupt nicht – und steht lediglich für eine Illusion wissenschaftlicher Zusammenarbeit, die es laut Antragsprosa geben soll, in der Wirklichkeit der Fächer aber keine wirklich tragende Rolle spielt.

2) Transdisziplinarität ist die nötige Reaktion darauf, dass die Komplexität der wissenschaftlichen, aber auch gesellschaftlich-politischen Probleme drastisch zugenommen hat und sich der rein disziplinären Perspektive entzieht.

3) Eine fundierte Ausbildung in den Einzelfächern ist weiterhin das zentrale Element wissenschaftlicher Arbeit, so dass Transdisziplinarität diese gerade nicht ablöst, sondern voraussetzt; sie ist kein Gegenmodell zur Disziplinarität, vielmehr ein möglicher Modus, diese mit Leben zu füllen (obwohl keiner weiss, wie das genau funktioniert).

Podiumsgäste:

• Dr. Friederike Rass. Theologin. Arbeitet im Ministerium für Bildung, Forschung und Innovation, Bern

• Prof. Dr. Dieter Imboden. Emeritierter Prof. der Physik, ETH Zürich und ehem. Präsident des SNF, Zürich

• Prof. Dr. Stephan Porombka. Professor an der Universität der Künste Berlin, Kulturwissenschaftler; Kolumnist und Journalist.

Moderation: PD Dr. Hartmut von Sass

Nach einer kurzen Einführung – knappe Statements zu den drei Thesen – Debatte unter den drei Podiumsgästen – Öffnung für das Publikum – Apéro.


Hartmut von Sass ist Privatdozent am Institut für Hermeneutik und Religionsphilosophie der Universität Zürich und stellvertretender Direktor des Collegium Helveticum. Mehr






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