Freitag 10:00, 14. September 2018

Artist and Agents

Reihe: Denkt Kunst

Zweitägiger Konferenz-Workshop mit Inke Arns, Liliana Gomez-Popescu, Anna Krakus, Kata Krasznahorkai, Elisabeth Pichler, Caterina Preda, Sylvia Sasse, Tamás Szőnyei und Anikó Szűcs

Der «Fall Julia Kristeva» hat jüngst erneut vor Augen geführt, dass das Lesen von Staatssicherheitsakten eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Diese Akten geben keine Fakten wieder, sie sollten vielmehr Fakten schaffen.

Im Workshop stellen Spezialist*innen aus ganz unterschiedlichen Ländern Osteuropas und Lateinamerikas ihre Forschung in ehemaligen Staatssicherheitsarchiven vor und zeigen, inwiefern man Geheimdienstarchive auch als Kunstarchive lesen kann. Wie haben Spitzel die Kunstszene, insbesondere Performances, Happenings und Aktionen fotografisch dokumentiert? Wie haben Spitzel über Aktionen und Happenings diskutiert? Was sagt ihr Blick auf die Kunstszene über die Angst des Staates vor Künstlern aus? Wie „performativ“ war die Stasi, wie hat sie künstlerische Aktionen durch das Einschleusen von Agent*innen und durch Gegenaktionen manipuliert? Wie haben Künstler*innen mit der Stasi als Schatten agiert, wie haben sie den potentiellen und konkreten Blick der Stasi in ihre Arbeiten einbezogen? Wie arbeiten Künstler*innen nach 1989 mit dem von den Geheimdiensten geschaffenen Material?

Ein Workshop mit Inke Arns, Liliana Gomez-Popescu, Anna Krakus, Kata Krasznahorkai, Elisabeth Pichler, Caterina Preda, Sylvia Sasse, Tamás Szőnyei und Anikó Szűcs.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.


Weitere Informationen zu "Artist and Agents"


Kata Krasznahorkai ist Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am ERC-Projekt «Performance Art in Eastern Europe 1950-1990. History and Theory» am Slavischen Seminar der Universität Zürich. Mehr

Prof. Dr. Sylvia Sasse ist Professorin für Slavistische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, Mitbegründerin des ZKK (Zentrum Künste und Kulturtheorien), Mitherausgeberin von «Geschichte der Gegenwart», Autorin und Kuratorin. Mehr

Inke Arns ist seit 2005 künstlerische Leiterin des HMKV (Hartware MedienKunstVerein) in Dortmund. Seit 1993 arbeitet sie als freie Kuratorin und Autorin mit den Schwerpunkten Medienkunst und -theorie, Netzkulturen, Osteuropa. Mehr






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