Denise Helbling

Tagebuch einer Naturwissenschaftlerin

Nicht nur Literaten schreiben Tagebücher!

Das Laborjournal begleitet jeden Tag einer naturwissenschaftlichen Karriere. Minutiös wird jeder einzelne Schritt eines Experimentes notiert – seien das nun die angewandten Methoden, die genaue Versuchsdurchführung (inklusive benutzter Reagenzien), oder neue Erkenntnisse, die im Labor gewonnen wurden. Es dient daher zum einen als Erinnerungsstütze, um bei bereits ausgeführten Experimenten nachzulesen, was genau getan wurde. Zum anderen fungiert es als Ausgangspunkt für weitere Experimente, da man möglicherweise von den Resultaten vorhergehender Versuche auf neue Ideen bzw. zu weiterführenden Experimenten kommt.

Das Laborjournal muss gut geführt sein, damit auch noch Jahre später der Verlauf eines Experimentes nachzuverfolgen ist und dieses gegebenenfalls wiederholt werden kann. Es ist ein unverzichtbares Arbeitsinstrument, nicht nur für den Ausführenden selbst, sondern auch für spätere Generationen von Forscher*innen.

In unserem Labor beschäftigen wir uns mit der Frage, wie sich das Nervensystem entwickelt – von einer befruchteten Eizelle bis zu einem voll funktionsfähigen Nervensystem. Für diesen Zweck benützen wir den Hühnerembryo als Modellsystem. In unseren Laborjournalen wird festgehalten, wie wir diese Embryonen behandeln und wie wir mit ihnen weiter verfahren.


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Denise Helbling untersucht in ihrem Doktorat am Institut für Molekulare Biologie an der Universität Zürich eine spezifische Sorte Moleküle, die am Übergang zweier Nervenzellen, der sogenannten Synapse, anzutreffen sind.



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