Sebastian Jessberger

Nervenzellen

Milliarden von Nervenzellen, die untereinander mit Trillionen von elektrischen Synapsen verknüpft sind, verarbeiten das, was wir sehen, fühlen und erfahren, damit wir Erlebtes speichern und daraus lernen können.

Allerdings kommt es bei vielen Erkrankungen des Gehirns, wie beim Morbus Alzheimer oder auch nach einem Schlaganfall, zu einem Verlust von Nervenzellen und damit verbundenen Funktionseinschränkungen. Im Gegensatz zu anderen Organen wie der Haut, Muskeln oder dem Blut ging man bis vor kurzem davon aus, dass das Gehirn nach Abschluss der embryonalen Entwicklung die Fähigkeit zur Neubildung von Nervenzellen und damit einer Regeneration verliert.

Nun weiss man allerdings, dass neurale Stammzellen in bestimmten Hirnregionen lebenslang neue Nervenzellen bilden können. Das Labor von Sebastian Jessberger untersucht die Mechanismen, die es erlauben, dass Stammzellen neue Nervenzellen generieren. Dabei werden zum Beispiel Stammzellen in der Kulturschale aus dem menschlichen oder Mäusegehirn in Nervenzellen ausgereift. Im Bild gezeigt sind neugebildete Nervenzellen, die mit einer Farbreaktion markiert wurden, um sie unter dem Laser-Mikroskop zu analysieren. Mit seiner Forschung hofft Jessberger, dass wir in Zukunft Stammzellen besser nutzen können, um das Gehirn im Fall einer Erkrankung reparieren zu können.


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Sebastian Jessberger ist Professor für Neurowissenschaften und Direktor des Instituts für Hirnforschung der Universität Zürich. Mehr



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